Mordfall Fabian (8) aus Güstrow – Ermittler verdächtigten Ex-Freundin des Vaters schon früh
Der tragische Mord an dem achtjährigen Fabian aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erschüttert ganz Deutschland. Nach wochenlangen Ermittlungen wurde am 6. November die 30-jährige Gina H., die Ex-Freundin des Vaters des Jungen, festgenommen. Sie sitzt inzwischen wegen dringenden Mordverdachts in Untersuchungshaft – und neuen Informationen zufolge soll sie bereits während der Suchphase als Verdächtige gegolten haben.
Wie die Ostsee-Zeitung berichtet, fiel Gina H. bereits früh durch widersprüchliche Aussagen auf. Noch während die Polizei nach dem vermissten Fabian suchte, geriet sie ins Visier der Ermittler. Oberstaatsanwalt Harald Nowack bestätigte gegenüber der Zeitung, dass dem Amtsgericht eine „ganze Reihe von Indizien“ vorgelegt wurde, um den Haftbefehl zu erwirken.
Brisant: Die junge Frau hatte angegeben, die Leiche des Jungen selbst gefunden zu haben – bei einem angeblichen Spaziergang mit ihrem Hund an einem Tümpel bei Reimershagen. Doch schnell kam der Verdacht auf, dass diese Geschichte nicht der Wahrheit entsprach.
Ein Ermittler erklärte laut OZ:
„Die Frau wurde vermutlich schon länger verdeckt als Tatverdächtige geführt.“
Das könnte bedeuten, dass Gina H. bereits überwacht oder abgehört wurde, während sie sich noch als Zeugin ausgab.
Schockierende Details für die Eltern erst spät bekannt
Besonders tragisch: Fabians Eltern wurden laut Bericht nicht sofort über alle grausamen Details informiert. Erst kurz vor der Aktenzeichen XY… ungelöst-Sendung am 5. November erfuhren sie, dass die Täter versucht hatten, die Leiche ihres Sohnes zu verbrennen.
Die Ermittlungen sind weiterhin im Gange. Noch immer ist nicht abschließend geklärt, wie Fabian genau ums Leben kam. Die Polizei spricht von „Täterwissen“, das erst bei einer möglichen Anklage veröffentlicht werden soll.
Noch keine Tatwaffe gefunden – Spuren führen ins Leere
Trotz einer groß angelegten Durchsuchung am 6. November wurde keine Tatwaffe gefunden. Auch mögliche Spuren wie ein verkohlter Handschuh und ein weißer Reißverschlusszipper führten zunächst zu Spekulationen. Später stellte sich jedoch heraus, dass der Reißverschluss vermutlich von der Spurensicherung selbst stammte – ein tragischer Ermittlungsfehler.
Oberstaatsanwalt Nowack erklärte:
„Der Reißverschluss stammte wahrscheinlich von einem Schutzanzug der Ermittler.“
Der gefundene Handschuh wird dennoch untersucht, um auszuschließen, dass er in direktem Zusammenhang mit der Tat steht.
Eine Stadt trauert um Fabian
In Güstrow herrscht tiefe Trauer. Freunde, Nachbarn und Fremde legen Kerzen und Kuscheltiere nieder. Die Menschen fragen sich, wie jemand einem Kind so etwas antun kann – und warum.
Der Mord an Fabian hat eine Welle der Bestürzung ausgelöst und zeigt erneut, wie wichtig es ist, Kinder zu schützen und nicht wegzuschauen.
🕯️ Ruhe in Frieden, kleiner Fabian. Deutschland vergisst dich nicht.





